Filtern nach

Langlaufstöcke

Seite 1 von 2
Artikel 1 - 24 von 40

Kaufberatung Langlaufstöcke:

Wie unterscheiden sich Klassik- und Skatingstöcke?

Wie bei den Langlaufski hängt auch die Auswahl der Stöcke von der gewählten Technik sowie vom Können ab, wobei sich der Unterschied auf einen, maßgeblichen, Faktor beschränkt: die Stocklänge. 
Classic-Stöcke sind in der Regel etwas kürzer als Skatingstöcke. Das gilt nach wie vor, auch wenn sich die Stocklänge für beide Disziplinen durch die jüngsten Entwicklungen der Sportart stark angenähert hat. 
Ist die Stocklänge nicht optimal abgestimmt, dann kann die Langlauftechnik nicht sauber ausgeführt werden. Fehlbelastungen, Überlastungs- und Ermüdungserscheinungen können als Folge auftreten.

  • Tipp: Wer häufig und ambitioniert in beiden Disziplinen auf der Loipe ist, kommt um den Kauf von zwei Paar Stöcken nicht herum.
    Für den Freizeitsport sind längenverstellbare Vario-Stöcke eine gute Lösung.
Langlaufstock ist nicht gleich Langlaufstock:
Zwischen Stöcken für Skating und klassisches Langlaufen gibt es große Unterschiede. 

Was sind Variostöcke ?

Variostöcke lassen sich bei der Stocklänge anpassen. Somit kann die Länge des Stocks für beide Techniken optimal eingestellt werden. Leichte Abstriche machen Variostöcke hinsichtlich der Stabilität, was jedoch im Freizeitbereich weniger ins Gewicht fällt.

Aluminium, Glasfaser oder Carbon ?

Das Material eines Langlaufstocks hat Einfluss auf die Härte und das Schwungverhalten. Bei einem Langlaufstock sollte die Spitze möglichst leicht sein, um ein Vorpendeln beim Vorholen der Stöcke zu vermeiden.
Zudem will man beim Abdrücken über den Stock möglichst wenig Kraft verlieren. Aus diesem Grund beschränkt sich die Materialvielfalt bei Langlaufstöcken auf Aluminium, Carbon und einen Carbon-Glasfaser-Mix.
Alle Varianten sind grundsätzlich für das Langlaufen gut geeignet, wobei Alu-Stöcke aufgrund ihrer Preis-Leistungs-Bilanz eher im Freizeitbereich und Carbonstöcke meist eher im ambitionierten Wettkampfbereich genutzt werden.

Materialüberblick Langlaufstöcke

MaterialEigenschaften
AluminiumSolides + bewährtes Material für Langlaufstöcke. Günstig. Aluminium ist etwas träger, die Stockspitze schwingt mehr nach vorne.
CarbonSehr leicht und flexibler. Carbon gibt beim Abstoßen nicht nach. Das Schwungverhalten ist besser als bei Aluminium. Teurer.
Carbon-MixKombiniert Carbon mit Glasfaser. Günstigere Alternative zu reinen Carbonstöcken bei ähnlichen Eingeschaften. 

Griffe: Kork, Kunststoff oder ein Mix ?

Die Griffe von Langlaufstöcken sollten grundsätzlich gut in der Hand liegen. Das Material muss griffig sein und nicht rutschig. Zur Auswahl stehen Kunststoff- und Kork-Griffe, wobei die jeweiligen Vor- oder Nachteile nur sehr subjektiv beurteilt werden können. Für den einen liegt zum Beispiel Kork wärmer in der Hand, andere schätzen die Isolationseigenschaften von Kunststoffgriffen höher ein. Viele Hersteller bieten auch einen Kork-Kunststoff-Mix bei den Griffen an.

Worauf ist bei den Schlaufen zu achten?

Die Handschlaufen von Langlaufstöcken müssen ganz grundsätzlich auf den Läufer eingestellt werden. Die Länge sollte so gewählt sein, dass die Hand den Griff mittig umfassen kann, ohne durch die Schlaufe eingeschränkt zu sein. Die Schlaufenbänder liegen dabei - analog zum Skifahren - in der Handfäche.

Einige Hersteller bieten ergonomisch geformte Schlaufen an, die sich am Handgelenk hinsichtlich ihrer Weite anpassen lassen. Bei Swix z.B. gibt es Handschlaufen in unterschiedlichen Größen (S/M/L/XL und XXL). Da die Größe der standardmässig ausgelieferten Schlaufe von der Stocklänge abhängt, kann es - zum Beispiel bei großen Frauen mit kleinen Händen - sein, dass eine passende Schlaufe separat nachgerüstet werden muss.
Griffe und Handschlaufen müssen gut passen. Hier gibt es verschiedene Materialien und Einstellmöglichkeiten. 

Praktisch und vielfach durchgesetzt hat sich das Klick-System, welches z.B. von Leki, Swix und Komperdell angeboten wird. Die Schlaufe wird recht schnell und kinderleicht ein- oder ausgeklickt.
Nase putzen, Bindung öffnen, Schuhe binden o.ä. ? Kein Problem bei den Klickschlaufen. Kleiner Nachteil: Diese sind im Abstand zum Griff im Vergleich zu den verstellbaren Schlaufen nicht so flexibel.

Welche Rolle spielen die Schneeteller und Spitzen?

Schneeteller und Stockspitzen sind bei Langlaufstöcken als eine Einheit zu betrachten. Die Spitzen sind entweder aus Stahl oder hochwertigem Hartmetall gefertigt, was sich hinsichtlich der Haltbarkeit und preislich niederschlägt. Die Schneeteller an sich sind grundsätzlich aerodynamisch geformt und für alle Bedingungen geeignet. Nur wenn es im ambitionierten Wettkampfsport auf jede Sekunde ankommt, macht es Sinn, in spezialisierte Teller (z.B. für harte Bedingungen oder losen Schnee) zu investieren.

Berechung & Tabelle: Wie lang müssen Langlaufstöcke sein?

Um die richtige Länge der Langlaufstöcke herauszufinden gibt es eine einfache Berechnugsformel, die an die Disziplin und Könnerstufe angepasst ist. Grob gesagt reicht der Schlaufenaustritt bei Klassikstöcken etwa bis auf Achselhöhe, beim Skating wird meistens etwa bis zum Kinn empfohlen. Unsere persönliche Empfehlung ist beim Skaten für Profis die Nasenspitze.

Berechnungsformel optimale Länge bei Langlaufstöcken:

Disziplin & Könnerstufeempf. Berechnungsformel
Classic EinsteigerKörpergroße x ca. 0,83
Classic FortgeschrittenerKörpergröße x ca. 0,85
Skating EinsteigerKörpergröße x 0,88
Skating FortgeschrittenerKörpergröße x 0,90
Genussläufer runden das Ergebnis eher ab, sportliche Läufer eher auf

 

Längentabelle Langlaufstöcke: (auf- bzw. abgerundet )

KörpergrößeClassicSkating
Anfänger FortgeschritteneAnfänger Fortgeschrittene
120 95100105107,5
125102,5105107,5110
130105110112,5115
135110112,5117,5120
140115 117,5122,5125
145117,5120127,5130
150122,5125130132,5
155127,5130135137,5
160132,5135140142,5
165 135137,5142,5147,5
170140142,5147,5150
175145147,5152,5155
180147,5152,5157,5160
185152,5155162,5165
190155160165170
195160165170175
200165167,5175177,5
205167,5172,5180182,5
210172,5177,5182,5187,5

Ausgezeichnet.org